Wählen ab 16

Bei den Kommunalwahlen in Baden-Württemberg am 25. Mai 2014 dürfen zum ersten Mal Jugendliche ab 16 wählen. In zahlreichen Veranstaltungen bereiten die Schulen auf diesen ersten Wahlgang vor. Denn es sind nicht einfach nur Parteien und Listen zu wählen, sondern es darf kummuliert und panaschiert werden. Hinzu kommt, dass in Freiburg allein 13 Listen antreten, so viele wie noch nie, und dass natürlich alle ganz besonders auch um die Jungwähler werben.
Das Jugendbüro hatte deshalb auch ins Freiburger Rathaus eingeladen, um die Jugendlichen mit dem Ort bekannt zu machen und den Personen, die dort über kommunale Fragen beraten und entscheiden oder im nächsten Gemeinderat entscheiden wollen. Kommunalwahlen sind mehr als andere Personenwahlen. Also drängten sich am 2. Mai im Innenhof des Rathauses Jugendliche, begutachteten die Wahlstände der einzelnen Parteien oder Listen, guckten in die geöffneten Fraktionszimmer und besetzen schließlich im Ratssaal die Plätze, auf denen sonst die Gemeinderätinnen und -räte sitzen. Auf der Bürgermeisterbank gegenüber präsentierten sich amtierende Ratsleute oder solche, die es erst noch werden wollen.

Speed Talk im Ratssaal

Speed Talk im Ratssaal

Auch die Badische Zeitung war zur Stelle, um am folgenden Tag über das Ereignis zu berichten. Ihr verdanken wir auch das Foto, auf dem die Kandidatin der UFF Martina Herrmann (Nummer 4 von links auf der Bürgermeisterbank) zu sehen ist. Die Jugendlichen hatten vorher Fragen ausgewählt, die sie den Kandidatinnen und Kandidaten stellten und auf die diese antworten mussten, allerdings hatten sie dazu nur jeweils 30 Sekunden Zeit – ein „Speed Talk“ also. Im Zentrum stand auch hier die Frage nach Freiräumen für Freiburgs Jugend und dem gerade beschlossenen KOD (Kommunaler Ordnungsdienst). Am Ende wurde ein Vertrag geschlossen zwischen den WählerInnen und denen, die auf Wiederwahl oder Erstwahl hoffen. Die Jungen Leute wollen zu gegebener Zeit nachhaken, was aus den Versprechungen der KandidatInnen geworden ist.