Die Fraktionen JUPI und Eine Stadt für Alle haben einen Maßnahmenkatalog entwickelt, um Clubs und Musikspielstätten während aber auch nach der Corona-Pandemie zu unterstützen. „Clubs und Musikspielstätten prägen das kulturelle Leben in Freiburg. Zudem sind sie ein wichtiger Standortfaktor in einer jungen Stadt wie Freiburg. Wir können einem Clubsterben nicht tatenlos zusehen“, erläutert JUPI-Stadträtin Maria Mena die Motivation. Emriye Gül von Eine Stadt für Alle betont: „Die Orte des Freiburger Nachtleben erfüllen zudem wichtige soziale Funktionen: Sie sind Zufluchtsort, Zuhause und Arbeitsplatz – schaffen Freiräume, fördern Ideen und ermöglichen Entfaltung.“

Das Clubkulturkonzept der beiden Fraktionen soll als politischer Fahrplan für das kommende Jahr verstanden werden und enthält Maßnahmen, welche unter anderem auch mit Aktiven aus dem Nachtleben entwickelt wurden.

Als erster Schritt ist wichtig, bestehende Clubs und Stätten der Subkultur zu erhalten. „Leider haben wir für unseren Vorstoß eines Rettungsfonds im Dezember keine Gemeinderatsmehrheit organisieren können. Wir werden daher mit den Betreiber*innen in Kontakt bleiben und nach Bedarf einen weiteren Anlauf starten“, erklärt Maria Mena.

Um auch noch während der Pandemie Kulturformate ermöglichen zu können, forcieren die Fraktionen einen Fördertopf für innovative, junge Kulturformate. „Wir wollen Kulturschaffende ermutigen, Neues auszuprobieren und auch beispielsweise Veranstaltungen mit Hygienekonzept im Freien zu ermöglichen“, erläutert Sergio Pax, Stadtrat JUPI die Intention.

Unter dem Stichwort „Neue Orte schaffen“ soll zudem eine Potentialanalyse beauftragt werden, wo in der Stadt Nachtkultur stattfinden kann. „Wir sind sicher, es gibt noch einige Orte in dieser Stadt, wo Clubs und Spielstätten entstehen können. Zudem müssen auch Parks und Orte im Freien in der Corona-Pandemie neu darauf geprüft werden, ob hier Kultur im Freien stattfinden kann“ erklärt Maria Mena.

Sobald Clubs und Diskotheken wieder öffnen dürfen, wollen die Fraktionen ein Förderprogramm für den Wiederaufbau des Nachtlebens auf den Weg bringen. Mit diesem sollen nicht nur Gründer*innen animiert werden, sondern auch Maßnahmen zum Beispiel zur Barrierefreiheit gefördert werden. „Wir möchten die vielen kulturell Engagierten in unserer Stadt dazu animieren, das Wagnis einer Clubgründung einzugehen und so das bunte Nachtleben bereichern“, betont Emriye Gül von Eine Stadt für alle.

Damit die Maßnahmen auch nachhaltig Wirkung entfalten können, soll der Popsupport ausgebaut werden. Vorgeschlagen von den Fraktionen wird die Schaffung einer weiteren vollen Stelle.

Hier kann das Konzept in Gänze gelesen werden: